Auf Wiedersehen Rotterdam

Heute verabschiedet sich die »Mechanische Tierwelt« in Rottterdam. Im Naturhistorischen Museum und in der Kunsthalle hat die Ausstellung in den letzten Monaten ihr Publikum gefunden. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Prof. Dr. Jelle Reumer (NHM), sowie den Kuratoren Keez Moeliker (NHM) und Charlotte van Lingen (Kunsthalle) für die wunderbare Zusammenarbeit. Ein Wiedersehen mit der »Mechanischen Tierwelt« gibt es ab 25. Mai 2013 im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.

Begegnungen im Naturhistorischen Museum Rotterdam

In der Dauerausstellung des Naturhistorischen Museums fanden viele unserer historischen Spielzeugtiere ihren Platz in den Vitrinen neben ihren präparierten Artgenossen. So gibt es im ganzen Museum, über den Bereich der Sonderausstellung hinaus, viel Neues zu entdecken. Zuvor hatte das Naturhistorische Museum in Aschaffenburg dieses Konzept verfolgt und damit gleichermaßen der statischen Dauerausstellung neue Impulse verliehen.

Pressehinweis: UIT AGENDA Rotterdam

Ein Umfangreicher Veranstaltungshinweis im Kulturmagazin UIT AGENDA verweist auf die neue Ausstellung im Naturhistorischen Museum und in der Kunsthalle.

Naturhistorisches Museum und Kunsthalle Rotterdam

Das ehrwürdige Naturhistorische Museum befindet sich im Museumspark der Stadt Rotterdam, in unmittelbarer Nachbarscharschaft der Kunsthalle. Immer wieder suchen diese Institutionen nach Möglichkeiten einer themenbezogenen Zusammenarbeit. Die Kuratoren Kees Moeliker (Naturhistorisches Museum) und Charlotte van Lingen (Kunsthalle) haben deshalb ein Konzept entwickelt, um die »Mechanische Tierwelt« zeitgleich in beiden Häusern zu zeigen. Die Kunsthalle präsentiert die Tiere, welche am Wasser leben, im Naturhistorischen Museum finden alle anderen ihren Platz. Dort war es auch möglich, einige der historischen Blechtiere ihren ausgestopften Artverwandten zur Seite zu stellen. Die Ausstellung endet am 3. März 2013.

 

»Opgewonden Beestjes« – ab 15. Dezember in Rotterdam

Die niederländische Hafenstadt Rotterdam ist das nächste Ziel der »Mechanischen Tierwelt«. Das Naturhistorische Museum zeigt die Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Rotterdam. So sind die Fotografien dieser farbenfrohen Fotosafari in beiden Häusern gleichzeitig zu sehen. Im Naturhistorischen Museum finden die historischen Blechtiere ihren Platz in der Dauerausstellung. Charlotte van Lingen, Kuratorin der Kunsthalle, freut sich über dieses besondere Zusammenarbeit der beiden Museen. Kees Moeliker, Kurator des Naturhistorischen Museum ist sich sicher, das die alten Blechtiere sich an der Seite ihrer präparierten Artgenossen behaupten werden. Ab 15. Dezember ist die »Mechanische Tierwelt« eröffnet.

 

 

Kunst für Kinder – neues Memo im E.A. Seemann Verlag

Unter dem Titel »Historische Blechtiere« erscheint zum Ende des Jahres ein neues Memory im Leipziger Seemann-Hentschel Verlag. Das Spiel umfasst 36 ausgesuchte Motive der »Mechanische Tierwelt« und zeigt damit einen bunten Querschnitt unserer Fotosafari. Die Verlagsreihe ‚Kunst für Kinder‘ wird so um ein außergewöhnliches Thema erweitert. Darauf freuen wir uns sehr.

Auf Wiedersehen, Knappenrode!

Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein verabschiedete sich unsere Fotosafari heute aus der Energiefabrik Knappenrode. Für die alten Blechtiere öffneten sich nach mehr als drei Monaten wieder die Vitrinen und das Bronco-Pferd schaute sich noch einmal im Turbinensaal der einstigen Brikettfabrik um. Wir bedanken uns herzlich bei allen engagierten Mitarbeitern des Museums, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz auch diese Ausstellungsstation zu einem weiteren Erfolg gemacht haben. Anfang Dezember begibt sich die »Mechanische Tierwelt« wieder auf die Reise und wird in einer Kooperation im Naturhistorischen Museums und in der Kunsthalle Rotterdam präsentiert.

»Bronco« – ein Stahlross, das man reiten kann

Mit einer Höhe von 70 cm ist Bronco das größte Blechtier unserer Sammlung und ein exponiertes Objekt in der Ausstellung. Im Gegensatz zu anderen mechanischen Tieren lässt sich dieses Pferd weder mit dem Schlüssel aufziehen, noch mittels Schwungrad in Bewegung setzen. Das schwere Spielgerät aus solidem Stahlblech war dafür bestimmt, dass Kinder tatsächlich darauf reiten konnten. Stemmten sich die kleinen Jockeys in die Steigbügel und ließen ihr eigenes Körpergewicht auf den Sattel niedersinken, sorgte eine Mechanik im Inneren des Pferdes dafür, dass es sich auf Gummirädern vorwärts bewegte. In seiner ursprünglichen Version trabte Bronco nur geradeaus. Ab 1950 sorgte eine lenkbare Mechanik dafür, dass man die Laufrichtung mit den Steigbügeln ändern konnte.

Die Firma David Sebel & Co. produzierte in London seit den 1920er Jahren Gerätschaften und Gebrauchsgegenstände aus Metall. Während des II. Weltkrieges wurde sie Zulieferer für die Rüstungsindustrie und baute auch Klappbetten für Luftschutzunterkünfte. Harry Sebel war bereits 1931 in das Unternehmen seines Vater eingestiegen. Nach dem Krieg suchte er neue Betätigungsfelder, um zu expandieren. In einer ehemaligen Gewehrfabrik in Kent wurde ein neuer Standort für die Spielwarenproduktion eröffnet. Bronco – das Pferd dass man reiten kann – ging im September 1947 in Serienproduktion. In den Folgejahren wurde das Spielwarenprogramm der Marke Mobo kontinuierlich erweitert. Mobo-Spielzeuge zeichneten sich durch ihre solide Verarbeitung aus und sind durch ihre markante Spritzlackierung erkennbar. Als in den 1960er Jahren die englische Spielwarenindustrie in die Krise geriet, wurden die Sebel-Werke in Kent an die Barcley-Toy-Group verkauft. 1972 wurde die Mobo-Produktion endgültig eigestellt.
(Quelle: http://www.dspedalcarrestorations.com)