Die Ausstellung ist eröffnet!

Unter blauem Himmel und in strahlendem Sonnenschein fuhren wir heute durch Herbstwald in den schönsten Farben, um im MÜRITZEUM unsere Ausstellung zu eröffnen. Alles war pünktlich fertig und ein weiteres Mal haben die Blechtiere einen neuen Raum in Besitz genommen. Allen Mitarbeitern des Museums danken wir sehr herzlich für freundliche Aufnahme und tatkräftige Unterstützung. Unserer besonderer Dank gilt Hausgrafiker Martin Rehberg sowie Herrn und Frau Seemann, die uns beim Austellungsaufbau tatkräftig zur Seite standen. Bis zum 15. Februar 2015 ist die Mechanische Tierwelt im Haus der 1000 Seen zu sehen und Waren an der Müritz, die kleine Hafenstadt an Deutschlands zweitgrößtem See, ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel. www.mueritzeum.de

Auf nach Norden

Der Winter steht vor der Tür und damit endet im Benediktiner Stift Admont die Ausstellungssaison. Für unsere mechanischen Blechtiere heißt es wieder einmal Abschied nehmen und gut verpackt auf Reisen gehen. Aus dem tiefen Süden führt der Weg an Berlin vorbei nach Norden. Im MÜRITZEUM in Waren an der Müritz finden sie schon in der kommenden Woche ein neues Quartier. Der futuristische Neubau ist ein starker Publikumsmagnet in der Region. Das moderne Naturerlebniszentrum bildet mit seinen großen Aquarien eine funktionale Erweiterung zum einstigen von Malzahn’schen Naturhistorischem Museum für Mecklenburg, in dem heute die Naturhistorische Landessammlung Mecklenburg-Vorpommerns ihren Platz hat. Wir sehen dieser neuen Ausstellungsstation mit Freude entgegen.

Bronco ist begeistert!

In einer stillen Stunde, lange bevor die ersten Besucher das Museum in Besitz nahmen, hat sich Blechpferd Bronco einmal ganz in Ruhe umgeschaut. So entdeckte das neugierige Tier die größte Klosterbibliothek der Welt. Die gewaltigen Dimensionen des barocken Büchersaales waren überwältigend. Welch ein Glück, dass die Bibliothek vom großen Brand des Jahres 1865 verschont blieb.

Im Naturhistorischen Museum fühlte sich Bronco gleich zu Hause und hatte Spaß daran, einmal Tiere in ihren Vitrinen von außen zu betrachten. Ursprünglich war die Schausammlung allein für den Schulunterricht gedacht. Durch den rastlosen Forschergeist des Pater Gabriel Strobl – gerade auf dem Gebiet der Insektenkunde – entwickelte sich aus der umfangreichen Sammlung eine geachtete Institution. Die Fliegensammlung mit nahezu 80.000 Exemplaren zählt auch heute noch zu den bedeutendsten Europas.

Im Kunsthistorischen Museum fühlte sich das alte Pferd dann plötzlich wieder jung neben all den mittelalterlichen sakralen Kostbarkeiten. Was für ein Glück, dass sich auch für Bronco und seine Blechkameraden schon heute ein Platz in diesem wunderbarem Museum fand und dass sie nicht noch ein paar Jahrhunderte auf ihr Publikum warten mussten. In der Abteilung für moderne Gegenwartskunst war Bronco unberstritten das eindrucksvollste Objekt. Die leeren Räume hatte der klappernde Gaul ganz für sich allein. Wer heute ins Museum kommt, findet hier eine umfangreiche Sonderausstellung internationaler Künstlerbücher. Und Bronco? Unser Pferd steht brav an seinem Platz im großen Säulensaal des Museums im Benediktinerstift Admont.

Blechtiere auf Heimaturlaub

Während die »Mechanische Tierwelt« weiterhin im schönen Admont inmitten der steierischen Bergwelt ihr Publikum findet, hatten einige der dort nicht gezeigten Bilder zu Hause in Berlin ihren öffentlichen Auftritt. In Friedrichshagen am Müggelsee fand am 28. und 29. Juni das alljährliche Wochenende der offenen Ateliers statt. Über den ganzen Ort verteilt öffneten Künstler – Maler, Bildhauer, Fotografen – ihre Türen und gewährten einen Blick hinter die Kulissen. In der Ehrlich-Villa am Spreeufer zeigten Friedrichshagener Fotokünstler ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die Stadt Görlitz. Das geräumige Haus, dass sich derzeit mitten in der Rekonstruktion befindet, bot dafür weiten Raum und passendes Ambiente. Wir waren freundlich eingeladen uns ebenfalls mit einigen Bildern zu präsentieren. So zeigten wir neben einigen Blechtier-Fotos auch eine kleine Auswahl von Insekten-Fotos die wir in den Sammlungen der Naturmuseen in Bielefeld und Admont fotografieren konnten. Mehr als 600 Besucher fanden den Weg in die Ehrlich-Villa. Das Wochenende der offenen Ateliers war auch 2014 für alle ein voller Erfolg.

Eine Führung durch die Ausstellung

Im großen Säulensaal des Museums Stift Admont begrüßen die mechanischen Tiere die Besucher. Nach Voranmeldung kann man mit Frau Bauer, der Leiterin der Tourismusabteilung, Führungen vereinbaren. Gern begleiten sie und ihre Kollegen die Besucher durch die Ausstellung. Dabei erklären sie unser fotografisches Konzept, verweisen auf besondere Stücke in der Sammlung und erzählen Interessantes zur Geschichte der historischen Blechtiere. Schnell wird dabei deutlich, dass das Museum mit seiner thematischen Breite – von der weltberühmten Stiftsbibliothek und der Sammlung sakraler Kostbarkeiten, über die naturhistorische Abteilung bis zur modernen Kunst – der passende Ort ist, um auch erstmals historisches Kinderspielzeug auf diese Weise in Admont zu präsentieren. (Fotos: Dr. Michael Braunsteiner)

»Schau mal an!« im NAMU Bielefeld

Mit der »Mechanischen Tierwelt« waren wir vor einiger Zeit im Naturkundemuseum Bielefeld zu Gast. Seither blieben wir miteinander in gutem Gespräch. In den letzten 2 Jahren hatten wir Gelegenheit, mit der Kamera hinter die Kulissen des Museums zu schauen und in den umfangreichen Sammlungsbeständen auf Entdeckungsreise zu gehen. Das Ergebnis ist die Ausstellung »Schau mal an!«. Sie erzählt die Geschichte des Museums, zeigt ausgesuchte Stücke aus den verschiedenen Sammlungsbereichen und lässt die Tiere aus dem Fundus in unseren Fotos wieder lebendig werden. Wir danken Dr. Isolde Wrazidlo, Dr. Martin Büchner, Dr. Mark Keiter, Gaby Timpe, Werner Schulze, Rosemarie Amelung, Sabine Palm, Marion Tüting und allen Mitarbeitern des Museums für die wunderbare Zusammenarbeit. Die Ausstellung endet am 8. September 2014.

Karl-Heinz Krisch – Feuerfest wie Magnesit

Bei unserer Ausstellungssafari durch die verschiedensten Museen sind uns an allen Orten wunderbare Menschen begegnet, haben wir freundlichen Zuspruch, hilfreiche Kritik und auch tatkräftige Unterstützung erhalten. Manch Einer wollte erst überzeugt werden. Andere waren es sofort und standen damit vor der Aufgabe, ihre Vorgesetzten für die »Mechanische Tierwelt« zu begeistern. In Zeiten angespannter Haushaltslagen ist das nicht immer einfach und nur selten allein eine Frage des persönlichen Geschmacks. Um so mehr freuen wir uns, dass wir weiterhin auf einem guten Weg sind und dass die Ausstellung immer wieder aufs Neue ihr Publikum findet. Stellvertretend für alle, die uns bislang auf unserer Reise begleitet haben, möchten wir an dieser Stelle Einem danken. Karl-Heinz Krisch könnte längst den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und müsste sich um sein täglich Brot nicht mehr sorgen, doch als Kurator des Naturhistorischen Museums im Benediktinerstift Admont steht er auch mit jenseits der 70 seinen Mann.

Die eigentliche Welt des Karl-Heinz Krisch liegt jedoch im Verborgenen. Jahrzehntelang war der Ingenieur im Auftrag eines österreichischen Bergbauunternehmens auf allen Kontinenten unterwegs, um unterirdische Lagerstätten aufzuspüren und zu erschließen. Mit seinem sicherem Gespür stieß er auch auf unsere Ausstellung und holte sie nach Admont ins Museum. An diesem Ort, an dem sich Tradition und Moderne treffen, an dem Spiritualität, Geschichte, Wissenschaft und moderne Kunst gleichermaßen einen Platz finden, fühlen wir uns mit der »Mechanischen Tierwelt« bestens aufgehoben. Wenn dann Karl-Heinz Krisch durch seine Sammlungen führt, ist das eine Bildungsreise. Zu allem hat er etwas Spannendes zu erzählen. Und wenn sich doch etwas findet, worüber er nichts weiß, dann gibt er das unumwunden zu: »Dazu kann ich nichts sagen, das hat mich nie interessiert. Ich bin ja eigentlich ein Mann der Steine.« So wissen wir nun warum es im Museum einen ganzen Raum voller Obst aus Wachs gibt, wie eine Karlsbader Rose entsteht und auch, dass Magnesit selbst größter Hitze widersteht.

Plakatentwürfe für das Museum Admont

So wie unsere Ausstellung in den verschiedenen Museen durch die Eigenheiten der Räume immer wieder einen neuen individuellen Charakter erhält, lassen sich auch mit unseren Fotos die unterschiedlichsten Plakatmotive entwickeln. Oftmals wird das durch die Hausgrafiker der Museen nach Art des Hauses adaptiert. Aber natürlich machen wir uns gern auch immer wieder eigene Gedanken.