INATURA – Erlebnis Naturschau Voralberg

In den historischen Gebäuden der ehemaligen Rüsch Werke in Dornbin hat seit  2003 die ehemalige Voralberger Naturschau ihr Zuhause. Hier, wo früher Turbinen für Wasserkraftwerke gegossen wurden, können heute die Besucher eines der innovativsten Naturmuseen Österreichs erleben. Thematisch bezieht sich die INATURA auf die Region Voralberg, deren geologische Beschaffenheit und Entwicklungsgeschichte. Zudem dokumentiert die Ausstellung anschaulich den heutigen Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus führt der Blick auf den Menschen und die Funktionsweisen seines Körpers. All das ist nicht nur etwas zum Anschauen, sondern überall auch etwas zum Anfassen, Bewegen, Mitmachen und im besten Sinne des Wortes – zum Begreifen. Das dies in vergangenen Zeiten ein Ort schwerster Arbeit war, manifestiert sich in den robusten Hinterlassenschaften der Eisengießerei, die ganz bewusst nicht aus dem Weg geräumt wurden und wie schon vor hundert Jahren dreht sich das alte Wasserrad und schlägt mit lautem Klappern beständig den Takt in dem sich hier einstmals alles bewegte. Bis zum 8. Oktober 2015 ist die »Mechanische Tierwelt«  an allen Tagen der Woche in der INATURA zu sehen. Mehr Informationen: www.inatura.at

 

Eröffnung in der INATURA – kennenlernen und wiedersehen

Gut gelaunt eröffnete Direktorin Ruth Swoboda die »Mechanische Tierwelt« in der INATURA. In bester Stimmng kamen die Gäste anschließend miteinander ins Gespräch. Wir konten Herrn Dr. Ruess begrüßen. Der Direktor der Göppinger Museen hatte sich mit seinen Kollegen auf den Weg begeben, um sich selbst ein Bild von der Ausstellung zu machen. Im kommenden Jahr werden unsere Blechtiere im neu eröffneten Göppinger Stadtmuseum gezeigt. Unter den Gästen trafen wir auch unseren Freund und Förderer Toni Bürgin, bei dem wir bereits im Naturmuseum St. Gallen unsere Fotosafari zeigen und mit dem wir gemeinsam das Buch zur Ausstellung realisieren konnten. Für uns war die Eröffnung zudem eine Gelegenheit, uns bei Herrn Dr. Schmid, dem Geschäftsführer der INATURA, Mathias Gord und Christine Tschisner zu bedanken und uns mit ihnen über die gelungene Ausstellung zu freuen.

Ausstellungsaufbau in der INATURA

Bei unserer Ankunft in der INATURA staunten wir nicht schlecht. Uns erwartete das scheinbare Chaos einer vitalen Baustelle und zudem Museumsmitarbeiter, die tatkräftig dabei waren, ein jedes Ding an seinen vorbestimmten Platz zu rücken. Die Raumhöhe des historischen Industriebaues erlaubte es, jeweils zwei großformatige Fotos übereinander zu präsentieren. Unsere Sammlung der Blechtiere wurde verschiedenen Themeninseln zugeordnet und korespondierte ganz wunderbar mit ausgesuchten Objekten der naturhistorischen Sammlungen des Museums. Konnten wir in Aschaffenburg, Rotterdam und Frankfurt am Main bereits unsere Tiere in die Dauerausstellung der Museen integrieren, wurde nun erstmals eine museale Sammlung ganz zielgerichtet mit der Mechanischen Tierwelt zu einer neuen thematischen Einheit verschmolzen. Für diese spannende Neuinterpretation des Themas danken wir sehr herzlich Direktorin Ruth Swoboda und Kurator Mathias Gort, wie auch für ihre unermütliche Unterstützung der Sammlungsleiterin Christine Tschisner, den beiden Zivildienern Jonas Fink und Lorenz Lassner, wie auch allen anderen Mitarbeitern der INATURA, die uns hilfreich zur Seite standen und uns so freundlich in Dornbirn aufgenommen haben.

Ein Wiedersehen nach Jahrzehnten

Herr Jenert staunte nicht schlecht, als wir ihm beim Ausladen der Ausstellung im Hausflur begegneten. »Das kenn ich, das Pferd, da habe ich schon als Kind drauf gesessen!« Das wollten wir natürlich genauer wissen. Gemeinsam mit unseren beiden Broncos statteten wir dem rüstigen Rentner einen Besuch ab. Er erzählte aus seinem bewegten Leben, als Decksmann, Bootsführer und Leiter auf dem Bau. Und er erinnerte sich an die Kindheit in Zittau, als er 1946 gemeinam mit seinem Vater ein Materiallager der Russischen Armee aufsuchte, in dem neben allerlei Brauchbarem und Transportablen auch ein solches englisches Spielzeugpferd zu finden war. Mit seinen 8 Jahren war er schon etwas groß, aber dennoch wollte er unbedingt einmal darauf reiten. Gemeinsam mit Bronco und Herrn Jenert gingen wir in den Keller. Hier in seiner Werkstatt wollte er den alten Bekannten seiner Kindertage genauer unter die Lupe nehmen, um endlich, nach all den Jahren, auch dessen ausgefeilte Mechanik zu verstehen.

MÜRITZEUM – Nachbetrachtung

Das Gastspiel der »Mechanischen Tierwelt« im MÜRITZEUM ging am 15. Februar 2015 zu Ende. Trotz der kalten Jahreszeit konnte unsere Ausstellung zahlreiche Besucher verzeichnen. Vom hohen Norden sind wir demnächst wieder in entgegengesetzter Richtung unterwegs. In der INATURA Dornbirn (Österreich) werden unsere Blechtiere ab Mai 2015 ihren nächsten Auftritt absolvieren.

Am ersten Tag des Jahres – Besuch im MÜRITZEUM

Mit einem Besuch im MÜRITZEUM fing das Jahr 2015 gut an. Bei stürmischem Wind und Regenwetter war das Haus der 1000 Seen ein lohnendes Ausflugsziel und so fand auch unsere Ausstellung viele große und kleine interessierte Besucher. Bis zum 15. Februar ist die »Mechanische Tierwelt« in Waren an der Müritz zu sehen.

»Senckenbergs verborgene Schätze« – Eröffnung in Dresden

An fünf Standorten der Senckenberg Naturforschungsgesellschaft hatten wir Gelegenheit in den einzelnen Forschungs- und Sammlungsbereichen zu fotografieren. Sowohl mit diesen Fotografien als auch mit ausgesuchten Objekten stellen sich erstmals die Standorte Dresden, Görlitz, Müncheberg, Weimar und Frankfurt/Main gemeinsam vor. In der Ausstellung »Senckenbergs verborgene Schätze« erfährt man etwas zum Profil der einzelnen Institutionen und zugleich werden spannende Geschichten der Objekte erzählt. Zusammen mit Birgit Walker (Dresden) und den Frankfurtern Sabine Mahr und Thorolf Müller konnten wir das Konzept dieser Ausstellung entwickeln. Im Jahr 2015 wandert die Ausstellung ins Senckenberg Naturmuseum Frankfurt und 2016 wird sie im Museum für Naturkunde in Görlitz gezeigt. In Dresden ist die Ausstellung der Naturhistorischen Sammlung im Japanischen Palais bis zum 29. März 2015 zu sehen. Ende 2015 sind wir dort dann auch mit der »Mechanischen Tierwelt« zu Gast.