Kunst für Kinder – neues Memo im E.A. Seemann Verlag

Unter dem Titel »Historische Blechtiere« erscheint zum Ende des Jahres ein neues Memory im Leipziger Seemann-Hentschel Verlag. Das Spiel umfasst 36 ausgesuchte Motive der »Mechanische Tierwelt« und zeigt damit einen bunten Querschnitt unserer Fotosafari. Die Verlagsreihe ‚Kunst für Kinder‘ wird so um ein außergewöhnliches Thema erweitert. Darauf freuen wir uns sehr.

Auf Wiedersehen, Knappenrode!

Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein verabschiedete sich unsere Fotosafari heute aus der Energiefabrik Knappenrode. Für die alten Blechtiere öffneten sich nach mehr als drei Monaten wieder die Vitrinen und das Bronco-Pferd schaute sich noch einmal im Turbinensaal der einstigen Brikettfabrik um. Wir bedanken uns herzlich bei allen engagierten Mitarbeitern des Museums, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz auch diese Ausstellungsstation zu einem weiteren Erfolg gemacht haben. Anfang Dezember begibt sich die »Mechanische Tierwelt« wieder auf die Reise und wird in einer Kooperation im Naturhistorischen Museums und in der Kunsthalle Rotterdam präsentiert.

»Bronco« – ein Stahlross, das man reiten kann

Mit einer Höhe von 70 cm ist Bronco das größte Blechtier unserer Sammlung und ein exponiertes Objekt in der Ausstellung. Im Gegensatz zu anderen mechanischen Tieren lässt sich dieses Pferd weder mit dem Schlüssel aufziehen, noch mittels Schwungrad in Bewegung setzen. Das schwere Spielgerät aus solidem Stahlblech war dafür bestimmt, dass Kinder tatsächlich darauf reiten konnten. Stemmten sich die kleinen Jockeys in die Steigbügel und ließen ihr eigenes Körpergewicht auf den Sattel niedersinken, sorgte eine Mechanik im Inneren des Pferdes dafür, dass es sich auf Gummirädern vorwärts bewegte. In seiner ursprünglichen Version trabte Bronco nur geradeaus. Ab 1950 sorgte eine lenkbare Mechanik dafür, dass man die Laufrichtung mit den Steigbügeln ändern konnte.

Die Firma David Sebel & Co. produzierte in London seit den 1920er Jahren Gerätschaften und Gebrauchsgegenstände aus Metall. Während des II. Weltkrieges wurde sie Zulieferer für die Rüstungsindustrie und baute auch Klappbetten für Luftschutzunterkünfte. Harry Sebel war bereits 1931 in das Unternehmen seines Vater eingestiegen. Nach dem Krieg suchte er neue Betätigungsfelder, um zu expandieren. In einer ehemaligen Gewehrfabrik in Kent wurde ein neuer Standort für die Spielwarenproduktion eröffnet. Bronco – das Pferd dass man reiten kann – ging im September 1947 in Serienproduktion. In den Folgejahren wurde das Spielwarenprogramm der Marke Mobo kontinuierlich erweitert. Mobo-Spielzeuge zeichneten sich durch ihre solide Verarbeitung aus und sind durch ihre markante Spritzlackierung erkennbar. Als in den 1960er Jahren die englische Spielwarenindustrie in die Krise geriet, wurden die Sebel-Werke in Kent an die Barcley-Toy-Group verkauft. 1972 wurde die Mobo-Produktion endgültig eigestellt.
(Quelle: http://www.dspedalcarrestorations.com)

29. Juli – Ferienworkshop »In der Blech-Werkstatt«

Die »Mechanische Tierwelt« entführt ihre Besucher in die bunte Welt des Blechspielzeugs. Die Artenvielfalt der Tiere ist so beeindruckend, wie ihr gestalterischer und funktionaler Variantenreichtum. Alle die sich dadurch inspiriert fühlen, selber einmal mit Blech zu arbeiten, sind am 29. Juli, ab 10 Uhr, herzlich eingeladen, zu einem Ferienworkshop »In der Blechwerkstatt«. Dies ist auch eine gute Gelegenheit einen Blick in die übrigen Ausstellungsbereiche der Energiefabrik Knappenrode zu werfen und es ist gut möglich, dass einen die musealen Anlagen der einstigen Brikettfabrik mit ihren großen Zahnrädern an das Innenleben überdimensionierter Blechspielzeuge erinnern.

 

»Mechanische Tierwelt« ist eröffnet!

Inmitten des weitläufigen Braunkohlegebietes der Oberlausitz nahm im Jahre 1918 unweit von Hoyerswerda eine Brikettfabrik ihren Betrieb auf. In den 1940er Jahren war es die größte ihrer Art in Europa. Bis zur Stillegung 1993 wurde hier in Knappenrode mit der technischen Ausstattung der Gründerjahre produziert. Heute ist das ziegelrote Industriedenkmal einer von vier Standorten im Verbund der Sächsischen Industriemuseen. Den Besuchern gewährt es einen eindrucksvollen Blick in die Arbeitswelt des vergangenen Jahrhunderts. Am 1. Juni wurde die Sonderausstellung »Mechanische Tierwelt« feierlich eröffnet. Die historischen mechanischen Spielzeuge fügen sich wunderbar in den technischen Kontext des Hauses. Die Ausstellung endet am 23. September 2012.

Energiefabrik Knappenrode
Ernst-Thälmann-Straße 8
02977 Hoyerswerda/OT Knappenrode
Telefon: 03571 604267

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 9.00 – 17.00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag 10.00 – 17.00 Uhr

Ausstellungsaufbau in der Energiefabrik

Der »Mechanischen Tierwelt« wurde heute an ihrem neuen Ausstellungsort ein herzlicher Empfang zuteil. Mit tatkräftiger Unterstützung ging der Aufbau mühelos von statten. Das imposante Industriedenkmal bietet mit seinen hohen Räumen, seinen Stahlträgern und Metallfenstern, einen passenden Rahmen für unsere Blechtier-Safari. Am Freitag, den 1. Juni 2012, wird die Ausstellung um 15 Uhr feierlich eröffnet.

Auf Wiedersehen St. Gallen!

Die »Mechanische Tierwelt« hat sich heute nach fünf Monaten Laufzeit aus dem Kunst- und Naturmuseum verabschiedet. Der strenge Schweizer Zoll machte keine Probleme und so kamen alle Objekte gut verpackt in Berlin an. Bei Toni Bürgin und seinen Mitarbeitern wollen wir uns auch hier noch einmal für Ihre Unterstützung und für Ihre herzliche Gastfreundschaft in St. Gallen bedanken. Bereits Ende des Monats geht es weiter zum nächsten Ausstellungsaufbau. Am 1. Juni 2012 wird die »Mechanische Tierwelt« im Sächsischen Industriemuseum Energiefabrik Knappenrode eröffnet.

Jetzt ins Naturmuseum St. Gallen!

Letzte Gelegenheit, denn nur noch wenige Wochen ist die »Mechanische Tierwelt« im Naturmuseum zu sehen. Am 6. Mai endet das Gastspiel in St. Gallen. Ein wiedersehen mit der farbenfrohen Fotosafari gibt es dann ab dem 1. Juni 2012 im Sächsischen Industriemuseum Energiefabrik Knappenrode.